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Gunnar Kaiser auf KaiserTV


Jul 24, 2021

Wie steht es um den Demokratischen Widerstand in Deutschland? "Eine Zeitung in dieser Auflage, wie wir sie haben, ist nicht aus der Welt zu kriegen. Wir können nachweisen, dass es seit April letztens Jahres auch andere Stimmen gab, dass alternative Meinungen von Anfang an existiert haben", so der Mitherausgeber der Wochenzeitung Anselm Lenz.


Mit ihm spreche ich über das Format des Prints, durch das die Zeitung – schwarz auf weiß – auf eine unvergängliche, unveränderliche Art und Weise in der Welt ist, die Chronistenpflicht des Journalisten und über die ursprünglichen Beweggründe der Linken, die nun nicht mehr wiederzuerkennen sind. Wir reden über Großkonzerne mit Weltherrschaftsvorstellungen, die nicht nur bis auf die körperliche Ebene regieren möchten, sondern womöglich sogar noch die fixe Idee haben, der Menschheit damit etwas Gutes zu tun.


Um diesen Fantasien entgegenzuhalten, braucht es eine elegante Ablehnungshaltung, einen modernen Bartleby: "I would prefer not to". Widerstand ist nicht bloß angebracht, das Nein ist im Grunde der emanzipatorische Begriff überhaupt, so Lenz. Mit einem Nein beginnen Freiheit und Demokratie – ein liberaler Geist, den sich unsere heutige Gesellschaft gar nicht mehr vorstellen kann.


Anselm Lenz ist Schriftsteller, Journalist und Dramaturg. Er war Initiator der Berliner Hygienedemo. Seit April 2020 sind sein Kollege Hendrick Sodenkamp und er Gründer und Herausgeber der Wochenzeitung Demokratischer Widerstand und Inhaber des Verlags Sodenkamp und Lenz.
https://www.anselmlenz.de/